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Legalisierung von Dokumenten

Wichtig ist: Alle Dokumente (außer natürlich die Pässe) müssen mit Übersetzung vorgelegt werden und legalisiert sein. Legalisiert heißt: Eine deutsche Behörde muss die Echtheit der Dokumente und ihrer Übersetzungen bestätigen. Für Syrer ist das grundsätzlich die Botschaft in Beirut, bei Familiennachzügen, die über die Türkei laufen, machen das aber auch auch die dortigen Vertretungen. Das war bis Herbst 2015 nicht möglich, was immer wieder zu Problemen geführt hat, da Dokumente nach Beirut geschickt werden mussten.

Für die Legalisation von Dokumenten in Beirut, die für den Familiennachzug benötigt werden, muss – auch wenn die Mitteilung auf der Internetseite der Botschaft das vermuten lässt – KEIN eigener Termin vereinbart werden. Die Dokumente werden bei der Antragstellung zur Legalisation abgegeben, es entsteht dadurch keine Verzögerung im Verfahren.

Einen Termin zur Legalisation der Dokumente für den Familiennachzug brauchen nur die syrischen Familien, die nicht in Beirut und nicht in der Türkei ihren Antrag stellen.

Syrer, die einen Termin in Erbil (Irak) wahrnehmen, können die Legalisation über das Büro von IOM in Erbil organisieren lassen. Allerdings haben wir dazu keine Erfahrungswerte, zu welchen Verzögerungen das führt.

Merkblatt

Die Botschaft hat dazu ein Merkblatt herausgegeben, das in Deutsch und Arabisch erhältlich ist. Hier die Links: http://www.beirut.diplo.de/Vertretung/beirut/de/04-konsular-und-visainformationen/konsularischer-service/Legalisation__allgemein.html

Wichtige Punkte

Hier noch die wesentlichen Punkte bei der Legalisierung:

Es muss sich um das Originaldokument oder eine durch die ausstellende Behörde gefertigte Zweitausfertigung handeln (nicht eine einfache Kopie). Das Dokument muss untrennbar mit einer deutschen Übersetzung verbunden sein. Die Übersetzung muss entweder durch einen in Deutschland vereidigten oder einen durch eine deutsche Auslandsvertretung anerkannten Übersetzer vorgenommen worden sein. Das Dokument muss vom syrischen Außenministerium vorlegalisiert sein (nur Stempel ab 2012).

Für Familien, die über Beirut ausreisen möchten, ist es ganz einfach: Dann wird die Legalisation automatisch im Zuge des Visumverfahrens organisiert. Eine auf eigene Faust vorab durchgeführte Legalisation bringt hier keinen Zeitgewinn.

Schwierig kann jedoch auch hier die Vorlegalisation sein. Diese kann gerade ein Problem für Syrer sein, die in Gebieten wohnen, die vom IS oder Rebellengruppen „regiert“ werden. Da gibt es gar keine Behörde, die ein Dokument vorlegalisieren kann. Das Dokument muss also zuerst in Städte wie Latakia oder Damaskus gebracht werden, wo Assads Behörden noch arbeiten, und dann nach Beirut zur Legalisation.

Die Familien, die über die Türkei ausreisen möchten, können ihre Dokumente nun auch in der Türkei in den jeweiligen Botschaften legalisieren lassen. Das war bis Herbst 2015 nicht möglich, was immer wieder zu Problemen geführt hat, da Dokumente nach Beirut geschickt werden mussten.

Es ist möglich, die Dokumente aus dem Ausland oder von Deutschland aus per Post nach Beirut zu schicken. Man kann sich die legalisierten Dokumente dann angeblich sogar an die zuständige Botschaft schicken lassen, zum Beispiel nach Griechenland. Konkrete Erfahrungen dazu gibt es jedoch nicht. Die Dokumente müssen natürlich ebenfalls in Syrien vorlegalisiert werden, das heißt, eine syrische Behörde muss erst einmal die Echtheit des Dokuments mit einem Stempel bestätigt haben, ehe dann die Vertreter der deutschen Botschaft das Dokument anschauen. Wer aber schon außerhalb Syriens ist, kann nichts mehr vorlegalisieren lassen.

familiennachzug/legalisierung_von_dokumenten.txt · Zuletzt geändert: 2017/11/09 18:55 von uller