Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


familiennachzug:unbedingt_beachten

Grundsätzliches:

Keine parallelen Terminvereinbarungen

Wichtig ist, den Leuten klar zu machen, dass man nicht parallel mehrere Helfer für Terminvereinbarungen ansetzen darf. Das verschwendet nicht nur wertvolle Zeit der Helferinnen und Helfer, es kann für die Familien auch kontraproduktiv sein. In der deutschen Botschaft in Marokko zum Beispiel werden Leute für sechs Monate gesperrt, die zwei Termine beantragt haben. Beirut ist da zwar nicht ganz so streng, aber es schadet auch hier in jedem Fall mehr als es nützt. Bei iData werden seit März beide Termine gelöscht, wenn eine Passnummer im System zweimal auftaucht. Hier also aufpassen!

Möglich ist es jedoch, parallel zum iData-Termin in der Türkei einen Termin in Beirut zu vereinbaren. Nicht benötigte Termine sollten unbedingt storniert werden – damit andere diesen nutzen können!

Lassen sich Termine "kaufen"?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob sich frühe Termine kaufen lassen. Die Botschaften weisen auf Ihren Internetseiten immer wieder darauf hin, dass das NICHT der Fall ist und dass man sich keinesfalls auf Dienstleister einlassen sollte, die so etwas versprechen. Sie betonen ausdrücklich, dass sie NIEMALS mit solchen Agenturen zusammenarbeiten.

Dennoch gibt vereinzelt glaubhafte Berichte von Ehrenamtlichen, deren „Klienten“ über gekaufte Termine nachgezogen sind. Dies betrifft vor allem die deutsche Botschaft in Beirut. Es scheint also tatsächlich gelegentlich zu funktionieren (wobei die Dunkelziffer, bei dem viel Geld für nichts gezahlt wurde, hoch sein dürfte – wer gibt schon zu, dass er sich hat betrügen lassen)

Tatsache ist:

1. Mit dem Kauf von Terminen gehen die Familien ein hohes Risiko ein. Sie riskieren, viel Geld und Zeit zu verschwenden, wenn sie letztlich doch nicht in die Botschaft eingelassen werden.

2. Auch wenn es einzelnen Familien gelungen ist, Termine zu kaufen – ein Großteil der Terminhändler sind Betrüger. Das weiß jeder, der schon einmal ein solches vermeintliches Termindokument in der Hand gehalten hat.

3. Der Kauf von Terminen ist unfair: Er führt zwangsläufig dazu, dass andere Familien mit weniger Geld länger warten müssen. Dabei trifft es vor allem die besonders Schwachen: Es ist zu vermuten, dass (wenn überhaupt) stornierte Termine für Geld weiterverkauft werden. Stornierte Termine werden jedoch häufig von der Botschaft als Sondertermine genutzt.

Diese gesamte Problematik sollte man seinen Leuten klarmachen. Sowohl die Botschaft in Beirut als auch die Botschaften und Konsulate in der Türkei haben entsprechende Warnungen auch auf Arabisch auf Ihren Seiten. Einfach gemeinsam mit einem Sprachkundigen auf die „Arabisch“-Version der Homepage gehen. Das macht manchmal ein wenig Eindruck. Fruchtet diesbezüglich unsere Überzeugungsarbeit überhaupt nicht, sollten wir auch so frei sein, die Unterstützung einzustellen.

Ist ein Termintausch möglich?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob man nicht benötigte Termine auf andere Antragsteller übertragen kann. Man kann es nicht, lautet die eindeutige Antwort. Würde der Botschaft solche Namensänderungen bei Terminen zulassen, wäre dem illegalen Handel mit Terminen Tür und Tor geöffnet.

Einzige Ausnahme: Familien, die einen Anspruch auf einen Sondertermin erheben, erhöhen möglicherweise ihre Chancen, wenn Sie bei der Terminanfrage gleich einen stornierbaren Termin anbieten können.

familiennachzug/unbedingt_beachten.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/01 17:01 von uller